KI für die Versicherungsregulierung: Abgleich von Policenbedingungen mit gedeckten Schäden
Die Versicherungsregulierungsarbeit erfordert den Abgleich der Fakten eines Schadens mit den Bedingungen von potenziell Dutzenden von Versicherungspolicen. Für Unternehmen mit komplexen Versicherungsprogrammen umfasst die Analyse Erst- und Exzedentenpolicen, Spezialsparten wie Cyber und D&O sowie möglicherweise historische Policen aus früheren Jahren. Das Auffinden aller verfügbaren Deckungen für einen erheblichen Schaden ist Detektivarbeit, die KI gründlicher gestaltet.
Die Herausforderung der Deckungsidentifikation
Große gewerbliche Versicherungsnehmer verfügen häufig über Versicherungsprogramme mit mehreren Deckungssparten: Betriebshaftpflicht, Sach-, Exzedenten-, Schirmhaftpflicht-, D&O-, E&O-, Cyber-, Umwelt- und andere Versicherungen. Ein erhebliches Schadensereignis kann die Deckung mehrerer dieser Policen auslösen, doch die Identifizierung der reagierenden Policen erfordert die Analyse der Schadensfakten gegen die Versicherungsvereinbarung und die Ausschlüsse jeder Police.
Anwälte, die sich mit Versicherungsregulierung befassen, wissen, dass Deckung oft an unerwarteten Stellen gefunden wird. Ein Cybervorfall kann nicht nur die Cyberpolice auslösen, sondern auch die Deckung für Personen- und Werbeschäden in der Betriebshaftpflichtpolice. Ein Produkthaftungsschaden kann historische Policen auf Schadenereignisbasis (Occurrence-Basis) implizieren, die Jahrzehnte zurückreichen. Eine verfügbare Police zu übersehen, bedeutet, Geld auf dem Tisch des Mandanten liegen zu lassen.
Wie KI Deckung findet
Schaden-zu-Police-Abgleich. KI analysiert die Fakten des Schadens und vergleicht sie mit den Deckungsbedingungen jeder Police im Versicherungsprogramm des Mandanten. Sie identifiziert, welche Policen den Schaden auf der Grundlage der Versicherungsvereinbarungstexte potenziell decken, unabhängig davon, ob die Police eine offensichtliche Übereinstimmung darstellt. Diese systematische Analyse stellt sicher, dass keine potenziell anwendbare Deckung übersehen wird.
Suche nach historischen Policen. Bei Spätschäden kann KI historische Policenakten durchsuchen, um Policen aus früheren Jahren zu identifizieren, die durch den Schaden ausgelöst werden können. Viele Unternehmen verfügen über unvollständige Aufzeichnungen ihrer historischen Versicherungsprogramme. KI kann helfen, die Deckungshistorie zu rekonstruieren, indem sie verfügbare Dokumente, Maklerakten und Prämienzahlungsaufzeichnungen analysiert.
Stapelungs- und Verteilungsanalyse. Wenn mehrere Policen ausgelöst werden, hängt die Verteilung des Schadens auf diese Policen von den Verteilungsregeln der jeweiligen Gerichtsbarkeit ab. KI kann verschiedene Verteilungsansätze modellieren, die dem Versicherungsnehmer nach jeder Methode zur Verfügung stehende Erstattung berechnen und den Ansatz identifizieren, der die Erstattung maximiert.
Anspruchsanmeldung. KI kann bei der Vorbereitung von Deckungsanzeigen und Schadensmeldungen für jeden Versicherer helfen und sicherstellen, dass jede Anzeige den spezifischen Anzeigeanforderungen der jeweiligen Police entspricht und innerhalb der erforderlichen Fristen versendet wird.
Praktischer Nutzen
Anwälte für Versicherungsregulierung, die KI zur systematischen Analyse von Deckungen einsetzen, finden Deckungen, die bei einer manuellen Analyse übersehen werden. Die Technologie amortisiert sich durch erhöhte Erstattungen für Mandanten. Weitere Informationen zu KI in der Versicherungsrechtspraxis finden Sie auf der Lösungsseite für Anwaltskanzleien von FirmAdapt.